
«Bei uns ist kein Tag wie der andere.»
Wer im Viva Luzern Eichhof den grosszügigen Lichthof betritt, hat meist zuerst Kontakt mit Claudia Rohrer. Sie ist Teamleiterin Empfang, seit über 23 Jahren mit dabei und erzählt uns, was es braucht, dass sich Bewohnende und Gäste des Hauses von Anfang an wohlfühlen.
«Ich bin voll in der Drehscheibe des Eichhofs», legt die dynamische und aufgestellte Nidwaldnerin los, als wir uns an einem sonnigen Nachmittag im malerischen Park des Viva Luzern Eichhof zum Gespräch treffen. «Bei uns am Empfang ist wirklich kein Tag gleich wie der andere», schwärmt Claudia Rohrer und fügt an, dass dies mitunter einer der Gründe ist, warum sie schon seit November 2001 im Eichhof arbeitet.


Anlaufstelle für (fast) alles
Gefragt nach ihrem Aufgabenbereich, holt Claudia Rohrer weit aus und erklärt, dass am Empfang weit mehr passiere, als sich die meisten Leute vorstellen könnten. «Wir sind in fast jedem Fall die erste Anlaufstelle – sowohl für Bewohnerinnen und Bewohner als auch für die Mitarbeitenden unseres Hauses. Darüber hinaus haben wir aber auch täglich Kontakt zu den Angehörigen, zu Lieferanten, Kunden, zu Taxifahrern, Blumenboten und vielen mehr.» Im weiteren Verlauf des Gesprächs erfahren wir auch eher unerwartete Details, wie zum Beispiel, dass der Empfang für viele Bewohnende auch als eine Art «Bancomat» funktioniert, wo sie Geld beziehen können. «Dieser Service wird von allen sehr geschätzt – zum einen, weil dadurch ein regelmässiger Kontakt entsteht, zum anderen, weil das ausgemachte Budget damit besser im Griff behalten werden kann», verrät uns Claudia Rohrer.
Gerne an der Front
Auf die Frage, was denn das Schönste an ihrem Beruf sei, muss Claudia Rohrer keine Sekunde nachdenken: «Die täglichen Begegnungen mit den unterschiedlichen Menschen! Natürlich hätte ich mir manchmal auch vorstellen können, mehr ins Büro, in den ‹Background› zu gehen. Aber letztlich brauche und liebe ich die Menschen und bin sehr gerne an der Front. Aktuell darf ich diese Begeisterung an eine neue Lernende weitergeben, die frisch in mein Team gekommen ist. Eine grosse Hilfe und Bereicherung!»

Die Visitenkarte des Hauses
Besonderen Wert legt Claudia Rohrer auf den ersten Eindruck, der entsteht, wenn eine neue Bewohnerin oder ein neuer Bewohner in ihr Haus einzieht. «Mir und meinem Team ist es enorm wichtig, dass sich alle gleich von Anfang an wohlfühlen in ihrer neuen Umgebung. Wir schauen zum Beispiel darauf, dass wir die neuen Zuzüger selbstverständlich von der ersten Minute an mit ihrem Namen ansprechen. Oder wir schreiben ein liebevolles Willkommenskärtchen und beschriften die Tür des Neuzuzügers – oft braucht es gar nicht viel. Auch nach dem Einzug habe ich stets ein waches Auge auf das Wohlbefinden aller Bewohnenden, indem ich aktiv auf eine Person zugehe, wenn ich merke, dass sie vielleicht unsicher oder auf der Suche nach etwas ist. Solche Dinge sind mir wichtig und ich lebe sie von ganzem Herzen.»
Kleine Ursache, grosse Wirkung
Dass es oft wirklich die kleinen Dinge sind, die einen grossen Unterschied machen, zeigt sich noch einmal deutlich am Schluss unseres Gesprächs. «Persönlich ist es mir sehr wichtig, dass sich alle, egal auf welcher Stufe, ‹Grüezi› beziehungsweise ‹Hoi› sagen, wenn sie sich begegnen», sagt Claudia Rohrer aus vollster Überzeugung. «Seit ein paar Jahren pflegen wir bei Viva Luzern ja bewusst das partnerschaftliche Du in der Zusammenarbeit. Das finde ich sehr angenehm. Und letztlich spüren diesen Unterschied auch unsere Bewohnerinnen und Bewohner.»